Kategorie: Presseartikel

Eine Institution für Karlstadts Naschkatzen

Wenn jemand ein typisches Mitbringsel aus Karlstadt sucht, dann fällt die Wahl häufig auf Pralinen aus der Konditorei Schrödl. In Karlstadt hergestellt, mit Karlstadt-Motiven, so gibt es sie in verschieden großen Schachteln. Ende der 1970er Jahre begann die Herstellung der eigenen Pralinen. Das genaue Jahr ist nicht mehr bekannt, sehr wohl aber das der Geschäftsgründung in Karlstadt: Vor 50 Jahren eröffneten Helmut und Margot Schrödl das Café in der Hauptstraße 45.

Kennengelernt hatten sie sich in einer Konditorei in Nördlingen. 1961 hatte Helmut Schrödl in Karlsruhe die Meisterprüfung als Konditor gemacht. Das Paar arbeitete zusammen in einer Konditorei in Baden-Baden und wollte sich selbstständig machen. Bei der Suche, die sich über ganz Süddeutschland erstreckte, kamen sie nach einigen Fehlschlägen über eine Anzeige aus Karlstadt zur hiesigen Weinstube Förster und übernahmen diese im September 1964.

Anfangs war am Wochenende noch abends geöffnet, weil der rheinländische Wein des Verpächters verkauft werden musste. Spielautomaten und im ersten Stock eine Bar gehörten auch zum Ambiente. Nach und nach machten die Schrödls daraus eine Konditorei mit Café.

1971 konnten sie das Haus nach dem Tod des Verpächters kaufen und 1974 umbauen. Die Rundbogenfenster wichen einem großen Schaufenster. Schon ein Jahr später folgte der nächste Umbau. Die Drogerie Rehbock hatte die Räume im Nachbarhaus gekündigt. Es wurde nach nebenan durchgebrochen und das Café vergrößert.

1976 wurde das „Schrödl-Hörnchen“ kreiert. Die Stückchen aus Plunderteig mit Mandelfüllung und Puderzucker sind der Klassiker unter den hauseigenen Gebäckstücken. Die Konditorei ist die einzige in Unterfranken, die noch Baumkuchen selbst herstellt.

Landessiegerin Angelika Schrödl

Drei Jahre später begann Tochter Angelika Schrödl die Ausbildung zur Konditorin, wurde 1981 Landessiegerin und legte wiederum zwei Jahre später ihre Meisterprüfung ab. 1993 stieg sie nach Gründung einer GmbH ins Geschäft mit ein.

Einen neuen Impuls erhielt das Café mit der Fußgängerzone 1988. Damit verlagerte sich das Geschäft ein Stück weit ins Freie. In der Folge wurde das Büfett zu klein und wurde umgebaut.

1999 übernahm Angelika Schrödl die Konditorei. 2010 starb Helmut Schrödl mit nur 74 Jahren, worauf im nächsten Jahr Christian Knaus die Backstube als Backstubenleiter übernahm. Vor zwei Jahren nun wurde das Café zu seiner heutigen Form umgebaut.

Insgesamt 18 Personen arbeiten in der Konditorei und im Café, davon fünf in der Backstube und vier im Verkauf. Zwei Azubis werden gerade in der Backstube und einer im Verkauf ausgebildet.

Text: K.H. Haase, MP
Kategorie: Presseartikel

Presseartikel: Liebhaber der süßen Kunst

Gruppenfoto: Gewerbevereinsvorsitzender Martin Krause, Angelika Schrödl, Thomas Gsell, Margot Schrödl, Konditormeister Christian Knaus und Stadtmarketing-Chef Dietholf Schröder.

50-jähriges Betriebsjubiläum

Mit einem Empfang für Konditoren-Kollegen, Geschäftspartner und Weggefährten feierte des Cáfe Schrödl am Dienstag sein 50-jähriges Bestehen. Dietholf Schröder vom Stadtmarketing gratulierte auch im Namen des Gewerbevereins, in dem Helmut Schrödl ein Mitglied der ersten Stunde war.

Respekt zollte er der jetzigen Inhaberin Angelika Schrödl, die nach dem Tod ihres Vaters 2010 das Café weiterführte, 2011 einen Konditormeister einstellte und 2012 renovierte. Im Namen der „Liebhaber der süßen Kunst“ lobte er, dass die Qualität erhalten und die Produktvielfalt sogar noch größer wurde. Von links: Gewerbevereinsvorsitzender Martin Krause, Angelika Schrödl, Thomas Gsell, Margot Schrödl, Konditormeister Christian Knaus und Stadtmarketing-Chef Dietholf Schröder.